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Wirtschaftsdaten: Wissen ist Macht – und Termine sind bares Geld wert.

Täglich werden wir mit neuen Wirtschaftsdaten überschüttet, jährlich sind dies ca. 1.000 Meldungen. Doch welche Veröffentlichungen sind wichtig? Welche können Marktbewegungen auslösen, von denen der Trader profitieren kann? Welche können Marktbewegungen auslösen, von denen der Trader profitieren kann?

Arbeitslosenzahlen Deutschland

Die Arbeitslosenzahlen werden monatlich auf Basis der Daten einzelner Arbeitsämter zusammengestellt. Das Ergebnis gilt als Stimmungsindikator für die Märkte. Veröffentlicht werden die Zahlen von der Bundesagentur für Arbeit.
Termin: monatlich, erste Woche des Monats

Arbeitsmarktdaten USA

Die Arbeitsmarktdaten gehören zu den wichtigsten Konjunkturdaten eines Monats und setzen sich aus verschiedenen Daten (Arbeitslosenquote, neu geschaffene Stellen, Veränderung der Stundenlöhne) zusammen. Es kann dank dieser Zahlen neben der möglichen Konsumentwicklung auch die aktuelle Lage der Unternehmen unter die Lupe genommen werden.
Von besonderer Bedeutung sind die neu geschaffenen Stellen, denn diese geben Auskunft über den Zustand der amerikanischen Wirtschaft. Auch die Arbeitslosenzahlen haben einen weltweiten Einfluss auf die Märkte. Sinkende Arbeitslosenzahlen signalisieren einen Aufschwung der US-Wirtschaft, und Zinserhöhungen könnten die Folge sein.
Termin: monatlich, erster Freitag des Monats, 14:30 Uhr MEZ

Bauausgaben (Construction Spending)

Seit Ausbruch der US-Immobilienkrise wird stärker auf die Veröffentlichung der Bauausgaben (construction spending) geachtet. Steigen oder fallen die Bauausgaben an, so können Rückschlüsse auf den Zustand der Konjunktur gezogen werden. Ein Anstieg signalisiert gewonnene Zuversicht bei der Bevölkerung und wird vom Markt in der Regel positiv aufgenommen. Der monatlich erscheinende Bericht wird vom US-Handelsministerium erstellt und wird unter folgenden Namen veröffentlicht („Value of Construction Put in Place").
Termin: monatlich, um den Monatswechsel,  16.00 Uhr MEZ

Beige Book

Beim „Beige Book" handelt es sich um eine Zusammenfassung von Kommentaren der Fed (Federal Reserve) zu den gegenwärtigen ökonomischen Verhältnissen. Dabei werden die einzelnen Berichte der zwölf regionalen Zentralbanken der USA zugrundegelegt, die jeweils  die momentane Wirtschaftsaktivität ihrer Region schildern.
Termin: mehrfach jährlich (8 Termine), jeweils vor dem Offenmarktausschuss-Treffen

Brutto-Inlands-Produkt (BIP) – USA

Beim Brutto-Inlands-Produkt (BIP) werden alle Güter und Dienstleistungen die dem Endverbrauch dienen gemessen. Durch die Veränderungen, die von Quartal zu Quartal überprüft werden, kann dann das Wachstum der Volkswirtschaft berechnet werden. Obwohl das Brutto-Inlands-Produkt ein sehr wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Leistung eines Landes ist, löst deren Veröffentlichung meist keine größeren Marktbewegungen aus. Zu exakt kann das Ergebnis vorhergesehen werden.
Termin: vierteljährlich (wobei monatlich Prognosen bekannt gegeben werden) für die USA

Chicago Einkaufsmanager-Index

Der Chicago Einkaufsmanager-Index ergibt sich aus einer Umfrage unter zirka 200 Verantwortlichen für den Einkauf im produzierenden Gewerbe. Der Index setzt sich aus mehreren Subindikatoren zusammen, die unterschiedlich gewichtet werden. Ein Indexwert über 50 steht für eine wachsende, ein solcher unter 50 für eine schrumpfende Wirtschaft.
Termin: monatlich am letzten Arbeitstag, 16:00 Uhr MEZ

Einzelhandelsumsätze USA (Retail Sales)

Die monatlichen Konjunkturdaten zum Einzelhandel werden von vielen Marktteilnehmern beachtet, da sie Hinweise auf die Entwicklung der Unternehmensgewinne und damit auf das Wachstum der Unternehmen geben. Dies wiederum signalisiert gegebenenfalls mögliche Inflationsrisiken, da ein starkes Wachstum häufig zu Preiserhöhungen bei den Unternehmen führt. Da in den USA ca. 2/3 der wirtschaftlichen Entwicklung auf den privaten Verbrauch zurückzuführen sind, zeigen die Einzelhandelsumsätze, ob es der heimischen Wirtschaft gut geht oder nicht.
Termin: monatlich, um den 12. eines Monats, 14:30 Uhr MEZ

Erstanträge Arbeitslosenhilfe

Der Bericht gibt mehrere Informationen zur Arbeitsmarktsituation in den USA wieder. Im Fokus steht dabei die Anzahl der Menschen, die erstmalig Arbeitslosenhilfe beantragen. Zusätzlich wird aufgeführt, wie viele Menschen dauerhaft Arbeitslosenunterstützungbeziehen. Für sich genommen haben die Zahlen nur zweitrangigen Charakter, doch als Vorbote für den umfangreicheren Arbeitsmarktbericht, der am ersten Freitag jeden Monats veröffentlicht wird, sind diese sehr gut geeignet.
Termin: wöchentlich, Donnerstag, 14.30 Uhr

Erzeugerpreise

Der PPI (Producer Price Index) misst Preisveränderungen für eine Vielzahl heimischer Güter (in den USA). Durch die Entwicklung – die Zahlen werden mit dem Vormonat verglichen – können dann Rückschlüsse auf die Inflation gezogen werden. Eine Zu- oder Abnahme der Erzeugerpreise wirkt sich meist auch auf die Verbraucherpreise aus, die direkten Einfluss auf den Konsum haben.
Termin: monatlich, um den 13. des Monats, 14.30 Uhr MEZ

Frühindikatoren USA (Leading Indicators)

Die amerikanische „Conference Board" veröffentlicht diesen Index, der die konjunkturellen Umkehrpunkte in den USA sowie in Deutschland oder Japan frühzeitig anzeigt. Der Index der Frühindikatoren ist der wichtigste von zehn Teilindikatoren (u.a. Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung). Er liefert einen umfassenden Anhaltspunkt für die Zukunft. Speziell bezüglich einer frühzeitigen Anzeige einer nahenden Rezession wird auf ihn geachtet.
Termin: monatlich, Ende des Monats, 16:00 Uhr MEZ

GfK-Konsumklima

Die „Gesellschaft für Konsumforschung" (GfK) ist ein weltweit führendes Medienforschungsinstitut. Jeden Monat veröffentlicht sie eine Studie, die das Konsumklima widerspiegelt. Das Konsumklima setzt sich aus der Erwartung der Verbraucher zu Konjunktur und Einkommen sowie ihrer Konsum- und Anschaffungsneigung zusammen. Diese Einzelindikatoren ergeben sich aus der Saldierung der positiven und negativen Antworten.
Termin: monatlich, in der vierten Woche des Monats

Handelsbilanz USA (U.S. International Trade in Goods and Services)

Die Handelsbilanz stellt die Differenz zwischen den Exporten und Importen für Güter und Dienstleistungen dar. Es werden Außenhandelsdaten mit allen Nationen, mit denen die USA Handel betreibt, zur Verfügung gestellt. Sich ergebende Veränderungen zeigen die Wettbewerbsfähigkeit der USA im Vergleich zu anderen Nationen auf. Das Defizit der US-Handelsbilanz bzw. dessen monatliche Schwankung hat stets Konsequenzen auf Börsen und insbesondere den Dollar. Eine Ausweitung des Außenhandelsdefizits führt zu einem steigenden Bedarf an ausländischen Währungen, die im Verhältnis zum Dollar dadurch aufgewertet werden.
Termin: monatlich, um den 19. eines Monats, 14:30 Uhr MEZ

Hausverkäufe (Pending Homes Sales)

Hierbei handelt es sich um einen Frühindikator, da die Umsätze für Hausverkäufe bereits bei Unterzeichnung eines Vorvertrages hinzugerechnet werden. Durchgeführt wird dieser viel beachtete Index von der Immobilienmaklervereinigung „National Association of Realtors" (NAR). Dabei ist von besonderem Interesse, wie viele Verträge gekündigt werden bzw. wie viele Bürger ihre Großinvestition in die Zukunft verschieben.
Termin: monatlich, Anfang eines Monats, 16.00 Uhr MEZ

ifo Geschäftsklima-Index

Der ifo Geschäftsklima-Index des Instituts für Wirtschaftsforschung ist ein wichtiger Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Es handelt sich hier um einen Stimmungsindex, bei dem ca. 7.000 Unternehmen aller Branchen und Größen ihre Einschätzung zur aktuellen Lage sowie zu ihrer Erwartung für die kommenden sechs Monate abgeben. Die Bewegungen des ifo Index deuten auf eine steigende oder eine sich abschwächende Konjunktur hin. Er wird besonders beachtet, da man davon ausgeht, dass die Unternehmen selbst die Lage besser einschätzen können als externe Analysten.
Termin: monatlich, in der vierten Woche, 10:00 Uhr MEZ

Import-/ Exportpreise

Bei den Importpreisen werden die Preisveränderungen von Produkten gemessen, die im Ausland von US-Bürgern eingekauft wurden. Preisveränderungen der in den USA produzierten Güter, die ins Ausland exportiert werden, werden von den Exportpreisen erfasst. Beide Indizes werden durch das „Bureau of Labor Statistics" durch die Überprüfung der Preise von über 20.000 Produkten ermittelt. Die beiden Indizes geben Aufschluss über die amerikanische, aber auch auswärtige Inflation. Auf steigende Inflationstendenzen reagieren die Märkte häufig sensibel.
Termin: monatlich, um den 12. eines Monats, 14.30 Uhr MEZ

ISM-Index

Das „Institute for Supply Management" (ISM) veröffentlicht monatlich einen Index, der auf der landesweiten Befragung von mehr als 400 Einkaufsmanagern, die 20 verschiedene Bereiche des verarbeitenden Gewerbes repräsentieren, basiert.
Ein Wert oberhalb des Niveaus von 50 Punkten deutet auf eine wachsende, ein Wert unterhalb von 50 Punkten auf eine schrumpfende Industrie hin. Entscheidend ist dabei die Entwicklung des Wertes im Monats- bzw. Jahresverlauf.
Termin: monatlich, erster Werktag des Monats, 16:00 Uhr MEZ

Konsumentenpreisindex (Consumer Price Index; CPI)

Der Konsumentenpreisindex zeigt die durchschnittliche Preisentwicklung eines definierten Warenkorbes auf und wird durch Befragung von rund 30.000 Haushalten in den USA erhoben. Der Warenkorb setzt sich aus Waren und Dienstleistungen zusammen. Die Publikation dieser Daten zusammen mit den Arbeitsmarktdaten und den Produzentenpreisen spielt eine entscheidende Rolle für die Einschätzung der Inflationsentwicklung und, da die Inflationskontrolle zu den Hauptaufgaben einer jeden Notenbank gehört, entsprechend auch für die Zinsentscheidung.
Termin: monatlich, um den 13. eines Monats, 14:30 Uhr MEZ

Lagerbestände

Die Zahlen zu den Lagerbeständen sind das Ergebnis aus drei Einzelberichten, die sich durch Befragungen dreier Bereiche (Einzelhandel, Großhandel, Hersteller) ergeben. Der Langzeitvergleich der Zahlen ermöglicht einen verlässlichen Hinweis auf den laufenden Verbrauch und der zukünftigen Leistung des verarbeitenden Gewerbes. Auch können sich verändernde Verhaltensmuster der Konsumenten „herausgelesen" werden.
Termin: monatlich, um den 15. eines Monats, 16.00 Uhr MEZ

MBA Hypothekenanträge

Mit der jüngsten Wirtschaftskrise hat die Bedeutung von Immobilienindikatoren stark zugenommen. Auch der seit 1990 veröffentlichte Bericht der „Mortgage Bankers Association of America" (MBA) findet nicht nur im Immobilienmarkt Beachtung. Der wöchentliche Bericht zu den Hypothekenanträgen gilt als Frühindikator für Eigenheimverkäufe und damit als geeigneter Maßstab, in welche Richtung der Immobilienmarkt tendiert.
Termin: jeden Mittwoch, 13.00 Uhr MEZ

Öl- und Benzinlagerbestände

Die Bekanntgabe der Öllagerbestände hat neben der direkten Auswirkung auf die Rohstoffmärkte auch einen Einfluss auf die Aktienmärkte. Tendenziell stützen fallende Ölpreise den Aktienmarkt, während steigende Ölpreise die Aktienmärkte belasten.
Termin: jeden Mittwoch, 16:30 Uhr MEZ

Produzentenpreise (Consumer Price Index; CPI)

Im Gegensatz zum Konsumentenpreisindex werden beim Produzentenpreisindex nicht die Preise im Einzelhandel erfasst, sondern auf Ebene der Produktionskosten.
Termin: monatlich, um den 11. eines Monats, 14:30 Uhr MEZ

Verbraucherindex Deutschland

Die Basis für den Verbraucherindex sind Preise von 750 Waren, Dienstleistungen in 190 Berichtsgemeinden und 40.000 Berichtsstellen aus sechs Bundesländern. Er kommt alle vier Wochen und wird herangezogen, um die Inflationssituation zu beurteilen.
Termin: alle vier Wochen

Verbrauchervertrauen USA (Conference Board)

Dieser Index spiegelt das Konsumentenvertrauen in den USA wider. Der Wert 100 entspricht dem Basisjahr 1985, und jeder niedrigere Wert bedeutet eine negative Auswirkung auf die Finanzmärkte. Die Basis für die Berechnung liefern ca. 5.000 repräsentative Haushalte, die sich mittels Beantwortung von fünf Fragen zur derzeitigen Stärke der Wirtschaft äußern.
Termin: monatlich, Ende des Monats, 16:00 Uhr MEZ

Verkäufe bestehender Häuser (Existing Home Sales)

Die auf das Jahr hochgerechneten Verkaufszahlen bestehender Häuser von mehr als 650 Immobilienmaklern in den USA werden jeden Monat durch die „National Association of Realtors" veröffentlicht. Im Laufe der gegenwärtigen US-Kredit- und -Immobilienkrise hat die Bedeutung dieser Daten mehr und mehr zugenommen. Die Märkte reagieren mittlerweile sehr sensibel auf unerwartete Veränderungen der Hausverkäufe.
Termin: monatlich, ca. am 25. eines Monats, 16:00 Uhr ME

ZEW-Indikator

Jeden Monat veröffentlicht das „Zentrum für Europäische Wirtschaft" (ZEW) einen Indikator auf Basis der Antworten von 350 Finanzexperten. Der ZEW-Indikator soll die wirtschaftliche Lage in Deutschland zeigen. Er ist neben dem ifo Index der einzige deutsche/europäische Indikator von Bedeutung.
Termin: monatlich, zu verschiedenen Terminen, 11:00 Uhr

Zinsentscheidung Euroraum

Die "Europäische Zentralbank" (EZB) berät monatlich über die Zinssätze in der Eurozone. Oberstes Ziel der EZB ist die Preisstabilität. Der EZB-Rat besteht aus dem Direktorium und den Präsidenten der nationalen Zentralbanken, die den Euro eingeführt haben. Die Märkte können stark beeinflusst werden, da der Rat über die Höhe der zukünftigen Zinsen entscheidet.
Termin: jeder erste und dritte Donnerstag eines Monats

Zinsentscheidung USA

Der Offenmarktausschuss, als wichtigstes Gremium der US-Notenbank (Federal Reserve System; auch Fed), kommt alle sechs Wochen zusammen und berät über die Geld- und Währungspolitik. Seine Zinsentscheidung hat immensen Einfluss auf den US-Dollar und somit auch auf die Aktien- und Devisenmärkte weltweit.
Termin: alle sechs Wochen, 20:15 Uhr MEZ

 

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