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DAX: Ist die Stimmung schon zu euphorisch? – Swing-Trading

Die Marktteilnehmer sind bullisch. Klar, da reicht allein der Blick auf den Chart aus. Doch neuerdings hat sich die gute Stimmung weiter gesteigert, nun kann sogar von einer Euphorie gesprochen werden. Allzeithochs an der Wall Street und Jahreshochs beim DAX zündeln die aufgeheizte Stimmung natürlich noch weiter an.


Till KleinleinTill Kleinlein
Trader, Coach und Börsenversteher
Mitglied Deutscher Fachjournalisten-Verband

 

Herr Till Kleinlein ist von Beginn an ein engagierter Unterstützer von CFX Broker. Seinen aktuellen Stream können Sie bei Guidants.com verfolgen.

Besonders beachtenswert sind seine Seminare, die in sehr kleinen Gruppen durchgeführt werden und damit für jeden die Möglichkeit besteht, Herrn Kleinlein individuell auf bestimmte Fragen eingehen zu lassen.

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Sicher, die realwirtschaftliche Entwicklung mag nicht so recht mit der Entwicklung am Aktienmarkt einhergehen. Während die Bullen ausgelassen Party feiern, lassen die Konjunkturdaten eher Anlass zur Sorge. Dieses Auseinanderdriften der Entwicklung von Börse und Realwirtschaft dauert nun schon eine Weile an, und die erfahrenen Trader wissen, dass solche Phasen auch sehr lange andauern können. Ungesund wird es aber, wenn die Gier der Marktteilnehmer überhandnimmt. Dies ist so allmählich der Fall. Der CNN Fear & Greed-Index zeigt dies an – der vielbeachtete Sentimentindex notiert aktuell bei 91 (Höchstwert 100). Zuletzt notierte der Index vor 2 Jahren so hoch.

Der Index bzw. dessen aktueller Stand ist aber nicht gleichbedeutend mit einem Signal. Es zeigt für mich lediglich an, dass eine Korrektur – vielleicht wird ja auch ein Trendbruch daraus – überfällig ist. Was es noch braucht, ist ein charttechnisches Signal. In Kombination kann ich dann auch trotzt Bullenmarktes short gehen – allein für sich, weil die Stimmung zu euphorisch ist, oder der Verstand ein weiteres Ansteigen ausschließt, kann es kein Einstiegsgrund geben – da würde man sonst nahezu immer zu früh investiert sein und damit meist daneben liegen.

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Fear & Greed-Index; Quelle: CNN  Money

Der steile Anstieg seit Oktober wurde noch nicht korrigiert. Eine Unterstützung liegt bei 13.110/100 Punkten. Wird diese Auffangzone nach unten durchbrochen, bin ich bereit, eine Short-Position einzugehen. Erste Anlaufstation ist die 13.000er-Marke – hier plane ich einen Teilausstieg. Wenn die runde Kursmarke fällt, ergibt sich sogar Abwärtspotenzial bis in den Kursbereich um 12.440 Punkte. Doch bei Trades gegen den Trend gilt es, möglichst flott Teilgewinne zu realisieren und Stopps nachzuziehen!

Warum ich nicht auf höherem Kursniveau – also z.B. heute – short gehen möchte, da dann die Erfolgsbilanz höher ausfallen würde? Ganz klar: Wahrscheinlichkeiten. Aktuell fehlt ein charttechnisches Verkaufssignal und da kann der DAX eben weiter steigen – eine Trendfortsetzung ist immer wahrscheinlicher als ein Trendbruch. Außerdem ist das Allzeithoch nun auch nur noch einen Steinwurf entfernt, und damit im Visier der Bullen. Erst wenn Korrektursignale vom Markt gesendet werden, steigt eben auch die Wahrscheinlichkeit deutlich an, dass die Korrektur auch kommt. Ich möchte also nur short investiert sein, wenn die Korrekturbewegung schon begonnen hat. Nur dann passt das Chancen-/Risikoverhältnis für einen Trade gegen einen derart starken Aufwärtstrend – alles andere wäre Zufall, also beispielsweise am Hoch zu verkaufen usw.

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DAX – GER30 im aktuellen Tageschart – Quelle: CFX TraderPRO


Mein Broker für meine Swing-Trading-Aktivitäten: CFX Broker.

Wer noch kein Konto bei CFX Broker GmbH hat, dem kann ich die Kontoeröffnung dort empfehlen.


Übrigens: Ich nehme hier lieber den DAX als einen der US-Indizes, denn wenn eine Korrektur kommen sollte, fällt diese meist im DAX stärker aus – wir Deutschen sind einfach ängstlicher als die US-Amerikaner. Und: Letztes Jahr hat mir der CNN Index, als er einen extrem ängstlichen Markt signalisierte, ein gutes Timing für einen sehr lohnenswerten Long-Einstieg geliefert – in Verbindung mit einem charttechnischen Long-Signal. Natürlich zu überprüfen hier im Blog.

 

Aktueller Silber-Long-Trade – Wenn Sie die letzten Tage auch die Edelmetalle beobachtet haben, dann ist klar: Für die Restposition griff der in die Gewinnzone nachgezogene Stopp. In diesem Umfeld ist dann ein Gewinn-Trade in Silber, auch wenn er nicht üppig ausfiel, hoch einzustufen.

 

Aktueller AUDUSD-Long-Trade – Der Trade von letzter Woche war anfangs im Plus, aber nicht weit genug, um schon einen Gewinn/Teilgewinn mitnehmen zu können. Nun notiert der Währungstrade im Minus. Es gibt aber (noch) keinen Anlass, den Trade zu beenden. Bei Swing-Trades muss den Positionen auch Zeit gegeben werden, sich entwickeln zu können.  

 

Dienstag: Live-Trading-Webinar. Hier zeige ich Ihnen dann gerne meine Daytrading-Aktivitäten.

 

Allzeit gute Trades wünscht Ihnen

Ihr

Till Kleinlein 

 

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit investiert.

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