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GBP/USD: Wird die Zwangspause die Wende bringen?

Der Kurs des GBP wurde in den letzten Monaten stark gebeutelt. Je nach Nachrichtenlage sprang er nach oben oder sackte in den Keller. Wobei zweiteres eher zutrifft, da das GBP/USD noch vor nicht allzu langer Zeit bei über 1,3350 auf dem Schirm zu sehen war. Prime Minister Boris Johnson hat dem ganzen Spiel erst einmal einen Riegel vorgeschoben und alle Entscheidungsträger in die Zwangspause bis zum 14.Oktober 2019 geschickt. Bis dahin, werden wir nicht mehr sehr viel erfahren, weil die Fäden mit Sicherheit nicht in der Öffentlichkeit gezogen werden.

Unsicherheit weiterhin groß

Die Problematik liegt darin, dass kein Analyst mehr sagen kann, bei welchem Szenario was eintreffen wird. Ist ein schneller harter Brexit gut für das Pfund oder nicht? Oder wird sich ein langsamer weicherer Brexit kursteigernd auswirken? Das Thema ist zu komplex geworden, daher hat man das Gefühl, dass jeder der das „Cable“ handelt, sich im Freestyle-Bereich befindet. Es ist daher nicht verwunderlich, dass nur noch die unerschrockenen Daytrader sich an das Thema GBP heranwagen. Trotz aller fundamentalen Wellen, gibt es auch noch eine technische Marktlage.

Cable an seinem mittelfristigen Widerstand

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GBP/USD: Im Chart ist deutlich zu erkennen, dass der Kurs aktuell mit seinem Widerstand bei 1,2373 kämpft. Aus technischer Sicht ist es sehr unwahrscheinlich, dass der Durchbruch geschehen wird. Es ist eher von einem Rücksetzer bzw. von einer Seitwärtsbewegung auszugehen, da die Indikatoren auch schon die Gegenrichtung eingeläutet haben. Dennoch merkt man eindeutig das Bestreben auf die Oberseite. Der harte Brexit ist höchst wahrscheinlich abgewendet, der „Final Kiss" (Abschluss) ist mustergültig und nach diesem langen Abwärtstrend ist längst eine größere Korrektur auf der Oberseite fällig. In diesem Fall lohnt sich ein Blick auf das langfristige Zeitfenster von einem Tag.

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Jedem Analysten springt zuerst die blau eingezeichnete Divergenz ins Auge. Der Kurs sinkt und die Indikatoren steigen. Das führt meist zu heftigen Reaktionen, bis die Mathematik der beiden Parteien wieder zusammenpassen. Deutlich sind auch die Kaufsignale (rote kreise) zu erkennen. Der langfristige Chart ist daher eher bullish. Es sollte aber nicht vergessen werden, dass durch die mögliche Lethargie in den nächsten 5 Wochen und allen anderen Szenarien, durchaus auch noch stärkere Korrekturen auf der Unterseite möglich sind. Eines ist sicher: Das GBP hat das Schlimmste überstanden und starke Übertreibungen auf der Unterseite sind mittelfristig als Käufe zu sehen.

Daniel Fehring / Forex-Sun.com

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