Wie setzt sich die Margin beim Devisenhandel zusammen?
Der Handel in Devisen und Devisen-Forwards basiert auf dem Margin-Verfahren. Beim Kauf von Devisen müssen Sie nicht den vollständigen Gegenwert in bar leisten, sondern lediglich eine geringe Sicherheitsleistung (Margin).
Mit den ersten 25.000 $ Ihrer Sicherheitsleistung erzielen Sie einen Hebel von 100, d.h. mit 25.000 $ Margin können Sie Devisenpositionen in Höhe von 2,5 Mio. $ bewegen. Das entspricht einem Margin-Satz von lediglich 1 %. Sicherheiten, die den Betrag von 25.000 $ übersteigen, werden mit einem Hebel von 50 versehen, hier beträgt der Margin-Satz dann 2 %.
Wie funktioniert die Margin-Berechnung bei Devisenoptionen?
Die Sicherheitsanforderung (Margin) bei Devisenoptionen kennt zwei optionstypische Komponenten:
1. Delta-Margin
Die Delta-Margin berücksichtigt die Veränderung des Devisenkurses und dessen Auswirkung auf den Wert der Option. Das Delta einer Option gibt die Veränderung des Optionswertes an, wenn sich der Basiswert (Devisenkurs) um eine Einheit bewegt.
Das Delta von Call-Optionen hat einen Wertebereich von 0 bis + 1. Das positive Delta beschreibt die Tatsache, dass eine Kaufoption an Wert gewinnt, wenn der Basiswert ansteigt. Kaufoptionen, die weit im Geld notieren, besitzen ein Delta von nahe 1 (in the money). Die Bezeichnung „im Geld“ besagt, dass der aktuelle Kurs des Devisenpaares oberhalb des Basispreises der Option liegt. Calls, die aus dem Geld notieren (out of the money), weisen ein Delta nahe 0 auf. Kaufoptionen, deren Basispreis nah am aktuellen Devisenkurses liegt, besitzen ein Delta von 0,5 (at the money).
Das Delta von Verkaufsoptionen hat eine Bandbreite von – 1 bis 0. Das negative Vorzeichen beim Delta erklärt, dass der Wert von Verkaufsoptionen bei einem Anstieg des Basiswertes fällt. Verkaufsoptionen, die tief im Geld notieren, besitzen ein Delta von nahe – 1. Puts, die aus dem Geld liegen, weisen ein Delta von nahe 0 auf. Am Geld liegende Verkaufsoptionen besitzen ein Delta von – 0,5.
Die Delta-Margin berechnet sich wie folgt:
Delta-Margin = Gesamtvolumen x Delta der Option x Margin-Satz
Beispiel:
Der Euro-Dollar notiert aktuell bei 1,5250. Sie kaufen einen Call auf den Euro mit Basispreis 1,5250 US-Dollar für einen Gesamtwert von 100.000 Euro. Die Option befindet sich somit am Geld (at the money), d.h., der Basispreis der Option notiert beim aktuellen Wert des Euro-Dollar von 1,5250. Der Margin-Satz beträgt zurzeit 2 %. Somit errechnet sich die Delta-Margin wie folgt:
Gesamtvolumen x Delta x Margin-Satz
= 100.000 € x 0,5 x 2 % = 1.000 €
Die Delta-Margin des Call beträgt in diesem Beispiel 1.000 Euro.
2. Vega-Margin
Die Vega-Margin berücksichtigt den Einfluss der Volatilität (Schwankungsintensität) des Devisenkurses auf den Wert einer Option. Das Vega beschreibt die Wertveränderung einer Option bei Anstieg der Volatilität um 1 Prozentpunkt (z.B. von 11 % auf 12 %). Sowohl Kauf- als auch Verkaufsoptionen gewinnen beim Anstieg der Volatilität an Wert. Das erklärt sich dadurch, dass bei erhöhter Kursschwankung des Basiswertes Optionen eine größere Chance besitzen, ins Geld zu laufen und damit profitabel zu werden. Die Vega-Margin berechnet sich wie folgt:
Gesamtvolumen x Vega x Volatilität des Basiswertes x Margin-Satz
Beispiel:
Der Euro-Dollar notiert aktuell bei 1,5250. Sie kaufen einen Call auf den Euro mit Basispreis 1,5250 US-Dollar für ein Gesamtvolumen von 100.000 Euro. Das Vega dieser Option beträgt 0,1, die Volatilität vom Euro-Dollar notiert bei 12 %. Der Margin-Faktor beträgt in diesem Beispiel 20 %. Die Vega-Margin berechnet sich wie folgt:
Gesamtvolumen x Vega x Volatilität des Basiswertes x Margin-Satz
= 100.000 € x 0,1 x 12 % x 20 % = 240 €
Die Vega-Margin beträgt somit 240 Euro.
Insgesamt wird damit für den Kauf des Euro-Dollar-Call mit Basispreis 1,5250 eine Margin in Höhe von 1.240 Euro fällig. Die aktuellen Margin-Sätze für die Delta- und Vega-Margin finden Sie auf den Handelsseiten des CFX Brokers.
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