Darvas-Strategie
Bei dieser Strategie haben Sie es nur mit Gewinnern zu tun. Die Handelsinstrumente, die bei der Darvas-Strategie für einen Trade in Frage kommen, befinden sich schon seit längerem auf der Überholspur. Sowohl Aktien auf Ein-Jahres-, Mehr-Jahres oder besser auf Allzeit-Hoch kommen in Betracht. Doch warum sollte man auf diese Aktien setzen, wenn diese doch bereits auf neuen Höchstständen notieren?
Ganz einfach: Es fehlt auf hohem Kurs-Niveau der Verkaufsdruck, da keine charttechnischen Widerstandslinien existieren oder überwunden werden müssen. Kein Anleger nutzt den hohen Kurs zum Glattstellen seiner Verlustposition. Ein Phänomen, das sonst häufig zu beobachten ist und Kurse daran hindert weiter zu steigen. Setzt nun auf dem Allzeit-Hoch keine Gewinnmitnahme-Welle ein, dann wird der Kurs bzw. die Aktie weiter nach oben tendieren. Hört sich einfach an, ist es auch in bestimmten Phasen. Erinnern Sie sich noch an die Zeiten, an denen täglich ein Dutzend neuer Höchststände von Aktien, Indizes und Rohstoffen vermeldet werden konnte? In dieser Zeit, die eigentlich noch nicht so lange her ist, funktionierte die Darvas-Strategie hervorragend. Diese Trendfolger-Strategie ist also eine Long-only-Strategie. Aktuell finden sich kaum Handelsinstrumente, bei der die Darvas-Strategie angewandt werden kann. Leider!
Seinen Namen hat die Strategie übrigens vom ungarischen Tänzer Nicolas Darvas bekommen. Dieser verblüffte Ende der 50er-Jahre die Wall Street mit seinem Handelsansatz und machte (angeblich) aus 36.000 Dollar über 2.000.000 Dollar.
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